Der Bürgerbeteiligungsprozess zur Stadtteilentwicklung in Rintheim begann am 2. April 2009 mit der Auftakttveranstaltung im Gemeindezentrum St. Martin.
Am 3. April nahmen zahlreiche Bürger begleitet von Bürgermeister Jäger am Stadtteilspaziergang durch das Rintheimer Feld und Alt-Rintheim teil.
An drei Wochenenden im April und Mai fanden Zukunftswerkstätten zu den Themenblöcken “Soziales und kulturelles Miteinander”, “Städtebau und Verkehr” sowie “öffentlicher Raum” statt.
Die intensive Zusammanarbeit in den drei Werkstätten erzielte viele Ergebnisse und Anregungen, die in die Vorbereitenden Untersuchungen einflossen und die Grundlage für die weiteren Aktivitäten im Stadtteil bilden, die ab Herbst 2009 – bereits vor der Bewilligung von Sanierungsmitteln – anlaufen.
In der frühen Phase der Bürgerbeteiligung entstand der Slogan “MIR – Miteinander in Rintheim, dieser steht für das Verfahren, das in Rintheim beheimatet ist und von den Menschen in Rintheim getragen wird.
Der Begriff Mir ist mehrdeutig entstanden – es steht für badisch “Wir” aber auch als Kürzel für “Miteinander in Rintheim” und als russisches Wort steht Mir (Мир) für “Frieden oder Welt”.
In der Übergangsphase zwischen Antragsstellung und Bewilligung des Sanierungsgebiets wurde die Bürgerbeteiligung in drei Projektgruppen fortgeführt, die sich im Zeitraum von November 2009 bis Juni 2010 regelmässig trafen, um erste Ideen und “Starterprojekte” auf den Weg zu bringen.
Nach der Aufnahme des Rintheimer Feldes in das Sanierungsprogramm “Die Soziale Stadt” im Sommer 2010 tritt auch die Bürgerbeteiligung in eine neue Phase mit der Gründung von Arbeitskreisen, die sich in Sitzungen im Herbst 2010 konstituieren:
- Arbeitskreis 1 “Kinder und Jugendliche in Rintheim”
- Arbeitskreis 2 “MIR – Miteinander in Rintheim”
- Arbeitskreis 3 “Städtebau, Freiraum und Handel”
In den Arbeitskreisen sollen Ideen und Projektansätze aus den vorangegangen Arbeitsphasen weiter diskutiert und auch – soweit möglich – bereits zur Umsetzung gebracht werden.